In den letzten Jahren war die Region „Corredor Chocó-Andes“ in Ecuador illegalen Abholzungen und der Durchführung einer Pipeline ausgesetzt, was die Flora und Fauna dieses einzigartigen Nebelwaldes (und sein weitgehend intaktes Ökosystem) in Gefahr brachte. Auf der anderen Seite sind Tausende Kinder in der Hauptstadt Quito gezwungen, auf der Straße zu arbeiten und/oder zu leben. Dies ist ein alltägliches Bild unserer Straßen, woran die Menschen gewöhnt sind und das zu einer Abstumpfung gegenüber dem Elend dieser Kinder geführt hat.
Aus diesen Gründen, haben wir ein Konzept entwickelt, das sowohl die einzigartige Natur Ecuadors schützen, als auch den Straßenkindern Quitos einen Ausbruch aus ihrem verqualmten, von Arbeit geprägten Alltag in der Stadt bieten soll. Dies wird ihre Kreativität herausfordern und ihnen einen Blick über den Tellerrand ermöglichen. Mit der Ausstellung, die im Anschluss entstehen soll, wollen wir einerseits das Umweltbewusstsein innerhalb der ecuadorianischen Gesellschaft stärken und die Gleichgültigkeit im Umgang mit den Straßenkindern bekämpfen.
Die Stiftung Casa Bambú wird in den nächsten Monaten offiziell als Non-Profit-Organisation in Quito gegründet werden. Das bambúProjekt, mit Hauptsitz in Hamburg, wird die Grundlage für die Stiftung Casa Bambú sein. Dieses erste Projekt wird einen Zeitraum von zwei Jahren umfassen. Der erste Schritt wird die Errichtung einer großen Bambushütten auf der Finca des Gründers in Nanegalito/Ecuador sein .
Nach der Errichtung des bambúCasa (voraussichtlich im September 2007) werden dort in 2008 Workshops stattfinden. Deutsche Kunststudenten und unterprivilegierte Kinder aus der Hauptstadt werden zusammen kommen, um von der einzigartigen Umgebung des Nebelwaldes inspirierte Arbeiten zu kreieren. Am Ende der Workshops, werden wir das Projekt mit Ausstellungen der Arbeiten abschließen, mögliche Einnahmen gehen als Spenden an die Stiftung, so dass sie weiterhin helfen kann, die Region zu schützen indem sie bestimmte Entwicklungsprojekte ins Leben ruft.
Das Projekt soll nicht nur die Region und die Kinder unterstützen, sondern auch eine Möglichkeit für die Studenten bieten, mit einem anderen Teil der Welt in Kontakt zu kommen und ihnen die Chance bieten über das, was sie bisher kennen, hinauszublicken. Wir möchten eine starke Stiftung gründen die viele zukünftige Projekte zugunsten dieser andinen Region ermöglichen soll. Ziel ist die Verbesserung des Lebens der Menschen in Ecuador und des Verständnisses zwischen unseren eigenen Menschen und der Welt.Ich bin sehr zuversichtlich bezüglich unserer Ziele, mit ihrer Hilfe können wir es möglich machen!
Vielen Dank für ihre Unterstützung und ihr Engagement,
Lorena Torres-Hausser
Gründerin
